Die Idee zu diesem Projekt entstand während einer Englischstunde in meinem 12. Schuljahr. Ich driftete uninteressiert ab und begann zu zeichnen. Es formte sich ein mittelalterliches Stadttor und mir kamen die Worte „Schwere Stiefel leise schleichen“ in den Sinn.
Daraus entwickelte sich im Verlauf der kommenden Unterrichtsstunden ein kleines Gerüst aus Wortschnipseln, die mir mit ihrer Bildsprache eine Geschichte zu erzählen versuchten. Ich lauschte noch etwas aufmerksamer und ließ den Kugelschreiber über das Papier gleiten. So entstand meine Ballade zu dem namenlosen Schattenläufer, der in einer mittelalterlichen Stadt scheinbar auf einen Rachefeldzug geht.
Als Inspiration dienten mir Gemälde mittelalterlicher Künstler und Spielfilme.
Mittlerweile ist es schon ein paar Jahre her, als ich die Ballade zu Ende brachte und ich plane nun eine visualisierte Fassung des Gedichts. Es soll von einem fahrenden Barden erzählt werden, während immer wieder Einblendungen der Geschichte im Schein des Lagerfeuers aufleuchten. Sie entwickelt sich schließlich zum Höhepunkt – der Kampf zwischen Gut und Böse – nur, dass der Betrachter noch nicht erkannt haben soll, wer eigentlich der Gute in diesem Stück ist. Erst gegen Ende des Kampfes löst sich die Verwirrung. Schließlich folgt die Überleitung zurück zum Barden, der seine Zuhörer durch seine Erzählung verzaubert hat. Der Zuschauer soll erahnen, dass der Barde selbst in die wahren Hintergründe der Ballade verwickelt ist.
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